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Was braucht man, um ein Freelance Webdesigner zu werden?

Wenn Sie sich entschließen, ein Freelancer oder auch freier Mitarbeiter zu werden, tun Sie das wahrscheinlich, weil Sie sich davon etwas versprechen. Vielleicht wünschen Sie sich mehr Freiheit oder hoffen, auf diese Weise mehr Einkommen zu generieren. Aber 'als Selbständiger anfangen' bringt nicht nur Geld ein, sondern kostet auch viel Geld. In diesem Blog beantworten wir die Frage „Was braucht man, um ein Freelance Webdesigner zu werden?”.

Welche Hürden müssen Sie als Freelancer überwinden?

Als Freelancer kommen verschiedene Kosten auf Sie zu. Einige sind einmalig, wie eine Investition, andere wiederkehrend oder gesetzlich vorgeschrieben. Nicht alles, das wir in diesem Blog erwähnen, ist obligatorisch (eigentlich ist nicht viel wirklich notwendig), aber die meisten Dinge sind 'schon ganz praktisch'.

Wir können Ihnen nicht genau sagen, wie viel Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie Freelancer werden möchten. Dennoch stellen wir in diesem Blog die häufigsten Dinge zusammen, mit denen Sie auf Ihrem Weg zum Freelancer oder Freiberufler zu tun bekommen. Wenn Sie sich vor Augen führen, welche Dinge Sie berücksichtigen sollten und wie hoch die Kosten in Ihrer konkreten Situation jeweils sind, bekommen Sie ein klareres Bild der To-Do-Liste auf Ihrem Weg zum Freelancer.

Gewerbeanmeldung oder Anzeige einer freiberuflichen Tätigkeit beim Finanzamt

Als Freelancer üben Sie in Deutschland entweder ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit aus. Die Abgrenzung ist nicht ganz einfach und kann manchmal nur von Fall zu Fall entschieden werden. Im ersteren Fall (d.h. bei Ausübung eines Gewerbes) müssen Sie in Deutschland (beim Gewerbeamt, in der Regel über Ihre Gemeinde) ein Gewerbe anmelden und (das ist obligatorisch) Mitglied bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) werden. Bei einer freiberuflichen Tätigkeit genügt die Anzeige der Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit gegenüber Ihrem Finanzamt.

Für die Gewerbeanmeldung werden in Deutschland, je nach Gemeinde, Bearbeitungsgebühren in Höhe von 15 – 65 Euro erhoben. Die Anmeldung bei der IHK ist gebühren – und in den ersten zwei Jahren nach Existenzgründung – beitragsfrei, Danach fallen Mitgliedsbeiträge an, die sich aus einem festen Grundbeitrag und einer ertragsabhängigen Umlage zusammensetzen.

Wenn Sie Ihre Freelancer-Tätigkeit innerhalb einer kleinen Personengesellschaft ausüben, kommen keine weiteren Kosten dazu. wenn Sie sich für eine andere Rechtsform (GmbH, Kapitalgesellschaft) Ihrer Gesellschaft entscheiden, brauchen Sie einen Notar. Letzterer berechnet für seine Arbeit natürlich auch eine Gebühr.

Ein Buchhaltungsprogramm und/oder ein Buchhalter und/oder ein Steuerberater

Jetzt haben Sie Ihre Tätigkeit als Selbständiger aufgenommen. Dazu gehört es, Ihre Arbeitsstunden zu erfassen, Rechnungen zu schreiben und zu versenden, Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer auszurechnen, Steuern abzuführen und jede Menge anderer kurzweiliger und lehrreicher Verwaltungsaktivitäten zu erledigen. Machen Sie sich das Leben in dieser Hinsicht von Anfang an möglichst leicht und nutzen Sie ein Online-Buchhaltungsprogramm, mit dem Sie auch Ihre Rechnungen direkt erstellen können. Das erspart Ihnen viel Puzzlearbeit mit irgendwelchen Excel-Sheets und macht Ihnen das Leben viel leichter, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben müssen! Wenn Sie es vorziehen, dass ein anderer Ihre Unterlagen prüft und Ihre Steuererklärung für Sie einreicht, können Sie damit auch einen Buchhalter oder einen Steuerberater beauftragen. 

Versicherungen und Ihre Altersvorsorge

Als Selbständiger oder Freelancer haben Sie keinen Anspruch mehr auf Krankengeld und niemand baut Ihnen eine Altersvorsorge auf, dafür sind Sie jetzt selbst verantwortlich. Sie tragen auch die volle Verantwortung für Fehler, die Ihnen bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit eventuell unterlaufen. Obwohl es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, raten wir jedem Freelancer dringend, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Sie brauchen bei Ihrem Auftraggeber nur etwas umzustoßen oder einen kleinen Fehler zu machen, der Ihrem Auftraggeber hohe Kosten verursacht. Sie rechnen wahrscheinlich nicht damit, dass das aus heiterem Himmel auf Sie zukommt, aber wenn Sie eine solche Versicherung tatsächlich einmal brauchen, ist es natürlich schon zu spät.

Als Selbständiger baut sich für Sie, wie schon gesagt, nicht von selbst eine Pension auf. Darum müssen Sie sich also jeden Monat selber kümmern, damit nach Ende Ihres Arbeitslebens immer noch einige Euro auf Ihrem Konto stehen.

Auch eine Rechtsschutzversicherung ist kein überflüssiger Luxus. Mit einer solchen Versicherung können Sie jederzeit bei Geschäftskonflikten Ihren Anwalt anrufen und eine Rechtsberatung einholen. Einige Versicherer haben sogar einen Inkassoservice für Versicherte. Das ist schon ganz praktisch, denn früher oder später werden Sie als Freelancer von einem Zahlungsausfall betroffen sein.

Zu guter Letzt müssen Sie Geld für den Fall zurücklegen, dass Sie krank werden oder einfach mal Urlaub machen möchten. Für einen Selbständigen gibt es übrigens – soweit es die finanziellen Auswirkungen betrifft – keinen Unterschied zwischen Krankheit und Urlaub. In beiden Fällen arbeiten Sie nicht und bekommen infolgedessen auch kein Geld. Gegen Ausfälle durch Krankheit können Sie sich versichern, aber um Urlaubsgeld müssen Sie sich schon selber kümmern!

Computer, Drucker und sonstige Geräte

Wenn Sie eine Freelancer- Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie Ihre Büroarbeiten selber erledigen. Einigen reicht dafür ein Laptop völlig aus, während andere alles, vom Computer bis zum Drucker und der ganzen Büroeinrichtung, anschaffen müssen. Einige Dinge haben Sie vielleicht schon selbst und brauchen sie nicht mehr zu kaufen, aber das eine oder andere werden Sie schon brauchen, bevor Sie mit Ihrer Tätigkeit als Freelancer so richtig beginnen können. Denken Sie in diesem Zusammenhang auch an Visitenkarten, Notizbücher usw.

Softwarekosten

Wenn Sie etwa als Grafik-Designer tätig sind, nutzen Sie höchstwahrscheinlich ständig irgendwelche Adobe-Produkte. Dann besorgt man sich heutzutage schon bald ein monatliches Creative-Cloud-Abonnement, mit dem Sie Zugriff auf die neuesten Versionen von allen Adobe-Anwendungen haben. Außerdem nutzen Sie vielleicht solche Produkte wie Dropbox, Wetransfer bzw. Projektmanagement-Tools oder Notiz-Apps. Das kostet alles nur einen kleinen monatlichen Betrag, aber wenn Sie alles zusammenzählen, kann sich dieser Kostenposten Monat für Monat schon zu spürbaren Beträgen aufsummieren.

Tun Sie sich einen Gefallen und kaufen Sie die Software völlig legal! Piraterie ist sowieso nicht in Ordnung, aber als Profi kann man wirklich nicht mehr mit gestohlener Software daherkommen.

Verträge und Allgemeine Geschäftsbedingungen

Natürlich gibt es keine Vorschrift, derzufolge Sie sich von einem Juristen einen Standardvertrag und Allgemeine Geschäftsbedingungen erstellen lassen müssen. Aber hier handelt es sich um einen kleinen Posten, der sich 'ohnehin in Zukunft einmal auszahlt'. Jeder hat sein eigenes Fachgebiet und das eines Juristen ist nun einmal Recht. Daher kann er oder sie Ihnen bei der Erstellung eines geprüften Standardvertrages und den richtigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen die notwendige Hilfe bieten. Denn dann sind Sie bei einem geschäftlichen Konflikt so gut wie möglich geschützt und wissen genau, was in Ihren rechtlich verbindlichen Dokumenten steht. Bei Zahlungsausfällen oder anderen Problemen können Sie sich dann auf diese Dokumente verlassen, sodass Sie Ihr Geld (oder Gleichwertiges) auch bekommen.

Schulungen und Netzwerktreffen

Wo Sie sich Ihre Kenntnisse früher erwarben, indem sie sich etwas von anderen (erfahreneren) Kollegen abkuckten oder erlernten bzw. von Ihrem Arbeitgeber auf Schulung geschickt wurden, müssen Sie sich jetzt auch darum selber kümmern. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre Teilnahme an Konferenzen und Netzwerktreffen selber organisieren. Da beide für Ihr Unternehmen sehr wichtig sind, ist es ratsam, einen festen monatlichen Betrag zu reservieren, damit Sie über ein jährliches Budget für 'Training und Networking' verfügen. Damit verhindern sie, dass Sie sich unter dem Deckmantel 'gut für das Geschäft' alle möglichen Veranstaltungen besuchen, es ermutigt Sie aber auch, ab und zu Mal über den Tellerrand Ihres Betriebs hinauszublicken (schließlich haben Sie dafür ja dieses Budget).

Online- und Offline-Werbung

Ein letzter Kostenposten ist Online- und Offline-Werbung. Natürlich wünschen Sie sich volle Auftragsbücher, die sich von selbst kostenlos durch Mund-zu-Mund Propaganda füllen. Aber leider ist das für viele Selbständige nicht die Norm. Sie sind daher häufig auf die Kraft der Online- und Offline-Werbung angewiesen. Legen Sie auch hierfür einen monatlichen Betrag zur Seite, sodass Sie über ein Marketingbudget verfügen, mit dem Sie unter anderem Werbung finanzieren können. Natürlich kann dieses Budget bei Bedarf nach oben oder unten korrigiert werden.

Sind Sie ein Freelance Webdesigner und auf der Suche nach dem nächsten Auftrag? Dann melden Sie sich gerne bei uns, unsere Beratung ist immer kostenlos!